Kreuzbandriss

Der Kreuzbandriss gehört zu den schlimmsten und langwierigsten Verletzungen im Sport und bringt im Normalfall eine Pause von ca. einem Jahr mit sich. In jedem Knie befinden sich für gewöhnlich 2 Kreuzbänder, die sich – der Name verrät es bereits – überkreuzen. Ist eines dieser beiden Bänder gerissen, so spricht man von einem Kreuzbandriss. Normalerweise reißt das vordere Kreuzband, nur in seltenen Fällen sind beide Bänder betroffen. Das hintere Kreuzband wird eher bei Unfällen, als beim Sport verletzt. Der Kreuzbandriss verheilt im Vergleich zu manch anderen Bänderverletzungen nicht von alleine und muss daher unbedingt behandelt werden.

Ursache für einen Kreuzbandriss sind meist Verdrehen oder Überstrecken des Knies und seiner Bänder. Erkannt werden kann er anhand des Knalls, der im Moment der Verletzung entsteht, den anschließenden Blutergüssen im Knie, sowie dem Schubladeneffekt. Lässt sich der angewinkelte Unterschenkel parallel zum Oberschenkel schubladenähnlich nach vorne ziehen, so handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen kompletten Riss des vorderen Kreuzbandes. Allerdings können, wie auch bei anderen Bänderverletzungen, nur einige Fasern oder Faserbündel des Bandes reißen, was die Diagnose erschwert. Nach seltsamen Bewegungen mit dem Knie und bei Schwellungen oder Blutergüssen sollte daher unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, denn sollten nur einige Fasern beschädigt sein, führt dies dennoch zu einer Instabilität und hohen Verletzungsanfälligkeit des Bandes, was bei der nächsten ungewohnten Bewegung in einem kompletten Kreuzbandriss enden kann.

Vorgebeugt werden kann dieser Verletzung von Sportlern leider kaum, denn bei solch starken Gewalteinwirkungen, die das Reißen der Kreuzbänder verursachen, hilft auch die beste Bandage nichts. Behandlungsmethoden gibt es jedoch verschiedene. Da der Kreuzbandriss für manche Sportler tatsächlich das Karriereende bedeutet, sollte man sich vorher bewusst werden, in welchem Umfang das Knie später wieder beansprucht werden soll. Für eine Rückkehr in die jeweilige Sportart ist eine Operation meist unumgänglich, eine Behandlung mit stützenden Schienen und Muskelaufbau ist in diesem Fall nicht ausreichend, nach einer Operation allerdings für die schnelle Regenierung trotzdem wichtig. Bei der Operation wird das kaputte Kreuzband meist durch ein künstliches ersetzt, da das alte häufig zu beschädigt ist, um wieder voll einsatzfähig zu sein. Nach der Operation beginnt dann die lange Regenerationsphase, in der das Knie sehr langsam seine Stabilität zurückgewinnt und mit Glück und viel Disziplin auch schon nach 8-10 Monaten wieder komplett genesen sein kann.

Muskelverkühlung

Eine der wichtigsten Maßnahmen zum Vorbeugen von Verletzungen ist das Aufwärmen und vorallem auch Warmhalten der Muskeln. Kalte Muskeln und auch Bänder reißen wesentlich schneller, als vernünftig aufgewärmte und warmgehaltene. Daher sollte auch zu Beginn das Aufwärmes noch ein Trainingsanzug oder Ähnliches getragen werden, der nach einiger Zeit abgelegt werden kann.

Besonders wichtig ist aber auch, die Muskeln in den Pausen nicht auskühlen zu lassen. In Halbzeiten, Auszeiten oder Wechselpausen sollten daher trotz Schwitzen immer zumindest eine Strickjacke oder sogar ein Trainingsanzug übergezogen werden. Besonders für Basketballer eignen sich hierbei weit geschnittene Jacken oder Hoodies z.B. von k1x oder Joker. Dies ist nicht nur für die Muskeln und Bänder von großer Wichtigkeit, sondern auch für die Gesundheit allgemein. Nassgeschwitzt und ohne etwas überzuziehen auf der Bank abzukühlen ist auch für die allgemeine Gesundheit gefährlich und kann sehr leicht zu Erkältungen führen, die einen lange Zeit schwächen können.

Muskelzerrung und Muskelfaserriss

Häufig durch Fremdeinwirkung, immer wieder allerdings auch als Folge einer Überlastung treten bei vielen Sportlern vorallem in der Wade oder im Oberschenkel Muskelverletzungen auf, die einen starken, stechenden Schmerz entlang des betroffenen Muskels verursachen.

Diese sehr hartnäckige Verletzung wird in 3 Stufen unterteilt. Ist lediglich ein sehr geringer Teil der Muskelbündel betroffen, so spricht man von der noch verhältnismäßig harmlosen Muskelzerrung, die zum Teil allerdings auch sehr schmerzhaft sein kann. Ebenfalls sehr häufig tritt der Muskelfaserriss auf, was bedeutet, dass ein Teil der Muskelbündel tatsächlich gerissen ist. Die Symptome ähneln denen der Muskelzerrung, allerdings kann häufig eine kleine Beule an der verletzten Stelle, sowie ein Bluterguss ausgemacht werden. Die dritte und schlimmste Muskelverletzung ist der Muskelriss, bei dem alle Muskelbündel gerissen sind. Diese Verletzung ist sehr selten und tritt meist nur durch extrem starke Fremdeinwirkung auf.

Die Sofortbehandlung bei Muskelzerrung und Muskelfaserriss ist ebenfalls sehr ähnlich: Kühlen, ruhigstellen und hochlagern, mehr kann man leider nicht machen. Wenn die Schmerzen nicht auszuhalten sind, sollte trotzdem ein Arzt aufgesucht werden, zum Einen um sicherzustellen, dass wirklich nur eine kleine Verletzung des Muskels vorliegt und zum Anderen zum Verschreiben spezieller Medikamente, die auch Muskelschmerzen lindern.

Bei einer Zerrung sollte allerdings eine Pause von 2 Wochen genügen, bevor langsam wieder mit dem jeweiligen Sport angefangen werden kann. Beim Muskelfaserriss zieht sich diese Pause auf 4-6 Wochen. Besonders gefährlich ist das Nachlassen des Schmerzes, das eine bereits erfolgte Heilung vermuten lässt. Dadurch sollte man sich nicht täuschen lassen, denn ein zu starkes, verfrühtes Belasten kann die Verletzung erneut aufreißen lassen. Nach beiden Verletzungen empfiehlt zunächst das Bandagieren der betroffenen Stellen, um dem Muskel den nötigen Halt zu geben und eine erneute Verletzung zu vermeiden. Allerdings sollte auch diese Bandage nach einer gewissen Zeit entfernt werden, damit der Muskel sich letztendlich wieder von alleine halten kann.

Vorbeugende Maßnahmen sind ein ausreichendes Aufwärmen mit dem Dehnen möglichst vieler Muskelbereiche, sowie genügend Pausen, um den Muskeln Zeit zur Regeneration zu geben.

Sprunggelenk umgeknickt – Bänderriss oder Bänderdehnung?

Eine der häufigsten Sportverletzungen ist das Umknicken mit dem Fuß und die damit verbundene Verletzung im Sprunggelenk. Eine verhältnismäßig harmlose Verletzung, die trotzdem mit einigen Schmerzen verbunden ist und einen weit zurückwerfen kann.

Normalerweise hat das Umknicken Schmerzen und Anschwellen des Sprunggelenks zur Folge. Die erste wichtige Frage dabei ist, ob die Bänder im Sprunggelenk lediglich gedehnt, angerissen oder komplett gerissen sind. Das Sprunggelenk wird von 3 Bändern gehalten, die aus vielen Mikrofasern bestehen. Sind diese nur minimal beschädigt, liegt eine Bänderdehnung vor. Sind einige dieser Fasern gerissen, so spricht man von einem Bänderanriss. Ein kompletter Bänderriss liegt erst dann vor, wenn das Band und damit auch alle seine Fasern komplett gerissen sind.

Die Sofortbehandlung sieht jedoch bei allen 3 Fällen ähnlich aus. Kühlen und Hochlagern. Den Sportschuh nach dem Umknicken fest zuzuschnüren, macht keinen Sinn, da die Kompression zwar zur Linderung der Schwellung beitragen kann, ein normaler Sportschuh zu dieser allerdings nicht in der Lage ist. Daher sollte der Schuh ausgezogen und der Fuß vorerst ruhiggestellt werden. Ein Ultraschall kann dann zeigen, welche der 3 Verletzungen vorliegt. Dies sollte auf keinen Fall umgegangen werden, da eine Bänderdehnung unter Umständen sogar schmerzhafter sein kann, als ein Bänderriss und dieser somit oft unterschätzt wird.

Aber wie verhindert man nun überhaupt dieses nervige Umknicken?

Ein entscheidender Unterschied ist dabei, ob dies durch Fremdeinwirkung geschehen ist. Denn davor, nach dem Springen auf einem anderen Fuß oder auf einem Ball zu landen, kann man sich kaum schützen, das ist leider einfach Pech. Dem Umknicken ohne Fremdeinwirkung kann jedoch vorgebeugt werden.

Vom häufigen Umknicken leiern die Bänder immer mehr aus und man knickt noch häufiger um. Daher sollte man zunächst auf jeden Fall warten, bis die aktuelle Sprunggelenksverletzung ausgeheilt ist und die verlorene Muskulatur unbedingt wieder aufbauen. Entscheidend ist dabei vorallem die Schienbeinmuskulatur, die sehr viel zur Stabilisierung des Sprunggelenkes beiträgt. Durch Wadenheben, Seilspringen oder im besten Fall spezielle Trainingsgeräte (Galileo) kann diese wieder aufgebaut werden. Schienen oder Bandagen z.B. von AIRCAST scheinen zwar offensichtlich dem leichten Umknicken vorzubeugen, jedoch ist das der wohl größte Fehler. Durch das Stützen einer Schiene bekommt die Muskulatur keinen Anreiz, sie wird durch die Schiene weniger benötigt und baut sich immer weiter ab. Dadurch wird man immer mehr abhängig von diesen Schienen und es wird immer schwieriger, je wieder ohne sie Sport zu machen. Das dauerhafte Tragen solcher Schienen oder Bandagen sollte daher auf jeden Fall unterlassen werden.

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